Das Bündnis Recht auf Spiel ist eine Initiative des Deutschen Kinderhilfswerkes. In dem deutschsprachigen Netzwerk haben sich Fachkräfte unterschiedlicher Berufe, Institutionen und Organisationen zu­sam­men­ge­schlossen. Gemeinsam mit engagierten Privatpersonen haben sie sich gemäß ihrem Leitbild zum Ziel gesetzt, eine Lobby für Kinder und Jugendliche zu sein.

  • stellt das Recht auf Spiel, wie es in der UN-Konvention für die Rechte des Kindes festgeschrieben ist, aus verschiedenen Perspektiven öffentlich dar
  • tritt dafür ein, die Spielwelten und Spielkulturen von Kindern und Jugendlichen aufzubauen, zu verbessern, zurückzugewinnen und zu sichern
  • will durch Vernetzung, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit dazu beitragen, das Recht auf freies Spiel – jederzeit und überall – in Deutschland politisch durchzusetzen und vor Ort mit vielen Partnerinnen und Partnern auch konkret zu verwirklichen

Weltspieltag ist der 28.Mai

Leitbild

  • Kinder haben das Recht auf Ruhe und Freizeit, auf Spiel und altersgemäße aktive Erholung sowie auf freie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben. (Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention)
  1. Das Bündnis Recht auf Spiel unterstützt jedes Kind bei der Aneignung seiner Umwelt
  • den für Kinder und Jugendliche ist es wichtig, sich die Welt handelnd zu erschließen. Spielräume bieten ihnen wichtige Risiko- und Grenzerfahrungen. Das Spiel stellt für jüngere wie ältere Kinder eine der wichtigsten Lernformen dar
  • Spielformen und Spielorte sind bedeutsame Begegnungs-, Kommunikations- und Beziehungsräume, die der Persönlichkeitsentwicklung dienen. (Kinder brauchen spielende Erwachsene und Erwachsene brauchen spielende Kinder)
  1. Eine zentrale Aufgabe das Recht auf Spiel, wie es in der UN-Konvention für die Rechte des Kindes festgeschrieben ist, politisch beispielhaft durchzusetzen. Dazu wird es die Bedeutung des Themas Spiel aus verschiedenen Perspektiven thematisieren und öffentlich machen.
  2. durch Vernetzung, Förderung, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit wird dazu beitragen, das Recht auf Spiel in Deutschland nicht nur politisch durchzusetzen, sondern vor Ort mit vielen Partnern auch konkret zu verwirklichen helfen.
  3. richtet seine Arbeit daran aus, dass für Kinder und Jugendliche ausreichende Spiel- und Erfahrungsräume zur Verfügung stehen sowie ausreichend formelle und informelle Aktions- und Bewegungsgelegenheiten notwendig, die für sie erreichbar und jederzeit nutzbar sind.
  • Notwendig ist ein “kreatives Wohnumfeld”: öffentliche Räume zum Entdecken und Verändern, Kommunikations- und Naturerfahrungsräume, spielerische Zugänge zu Künsten, Kulturen und Menschen, Haus nahe Bewegungsräume auch auf Gehwegen und Straßen sowie offene, umgeformte Bewegungs-, Spiel- und Sportplätze für alle.

Botschaften

Das Bündnis hat 10 Botschaften um das Recht auf Spiel formuliert.

  • Kinder haben ein Recht auf Spielen.
  • Kinder brauchen Freiräume.
  • Manche Dinge lernen Kinder nur ohne Erwachsene.
  • Fallen lernt man nur durch Fallen.
  • Kinder, die rückwärts balancieren, können auch rückwärts rechnen.
  • Spielen überwindet Grenzen.
  • Spielen bildet.
  • Kein gesundes Aufwachsen ohne Lärmen, Toben, Lachen.
  • In Deutschland gibt es viermal so viele Autos wie Kinder.
  • Kinder wollen ihre Spuren hinterlassen.

Was ist Spiel?

  • SPIEL ist neben den grundsätzlichen Bedürfnissen von Ernährung, Gesundheit, Schutz und Bildung elementar, um die Potentiale aller Kinder zu entfalten.
  • SPIEL ist Kommunikation und Ausdruck, verbindet Gedanken und Handlung, gibt das Gefühl von Befriedigung und das Gefühl, etwas erreicht zu haben.
  • SPIEL ist instinktiv, freiwillig und spontan.
  • SPIEL hilft Kindern, sich physisch, mental, emotional und sozial zu entwickeln.
  • SPIEL ist ein Mittel, leben zu lernen, nicht nur ein fröhlicher Zeitvertreib.

Was können wir konkret als Hort tun? / Wie setzen wir es um?

Wir als Einrichtung ermöglichen den Kindern täglich ihren Interessen beim Spielen nachzugehen, um ihre Selbstständigkeit und Eigeninitiative zu fördern. Durch diese Förderung gewähren wir den Kindern mehr Freiräume und übertragen ihnen Verantwortung, um eigene Entscheidungen zu treffen. Somit regen sie untereinander Selbstbildungsprozesse an, die bei Absprachen, Konflikten usw. notwendig sind. Die Kinder erfahren täglich positive oder negative Erlebnisse, an denen Sie sich weiterentwickeln. Durch das Spielen werden auch Sprachbarrieren gebrochen, weil im Spiel Gestik und Mimik Vorrang haben und Worte in den Hintergrund treten. Wir Pädagogen treffen klare Absprachen mit den Kindern, um ihnen Vertrauen zu zeigen und somit eine positive Beziehung aufzubauen. Neben dem täglichen Freispiel planen die Kinder zusammen mit ihren Erzieherinnen einen Wochenplan mit Angeboten. Diese beziehen sich auf die Interessen der Kinder und dienen deren ganzheitlichen Entwicklung. Die Kinder nehmen auch an GTA‘s teil. Wir als Fachkräfte nehmen in den 4 Jahren nicht nur die Rolle als Betreuer ein, sondern sind ein Wegbegleiter, Sprach-/ Artikulationsvorbild und eine Vertrauensperson für die Kinder, der die beste Entwicklung garantieren möchte.

Mehr Infos zum Bündnis Recht auf Spiel findet ihr auf der folgenden Website: www.recht-auf-spiel.de. Auf der Website erfahrt ihr auch mehr über aktuelle Projekte und Themen rund um das Recht auf Spiel.